Erstes Schredderfest macht Lust auf mehr
Ohren zu und durch!
Tschüß, alter Tannenbaum: Bei Stockbrot, Bier und Klönschnack machten Dutzende von Mietern ihre ausgedienten Lametta-Ständer zu Kleinholz.
Von Baum zu Span in fünf Sekunden: Gartenbaumeister Klaus Schröder und sein mächtiger Schredder machten kurzen Prozess mit Nordmanntanne und Co. Zur Gaudi der Schaulustigen beim ersten Schredderfest der Freiwilligen Feuerwehr Farmsen auf der Trabrennbahn. Vor allem die Kinder konnten gar nicht genug bekommen von der ohrenbetäubenden Weihnachtsbaum-Zerstückelung.
Bei frostigen Temperaturen hatten die Blauröcke ordentlich aufgefahren: 300 Würstchen, zehn Flaschen Gas, acht Liter Waffelteig, dazu kistenweise Bier und Brause. Und natürlich frischen Teig fürs Stockbrot, das die Kleinen mit ihren Eltern über rauchenden Feuerkörben grillten. Die Schredderparty auf knirschenden Schneeresten zog viele Mieter in ihren Bann: Von zehn Uhr früh bis in den Abend schauten, klönten und feierten sie.
Und schleppten noch mehr Altgrün an. „Wir haben unseren Baum gleich nach Weihnachten zerlegt und in Tüten verpackt im Keller gelagert – damit wir heute alles schreddern können“, sagte Anja Ellingsen. „Unsere Tochter wollte unbedingt wissen, was aus dem Tannenbaum wird.“ Carsten Schultz und seine Sprösslinge Cassandra und Constantin wollten eigentlich nur einkaufen. „Aber dann entdeckten die Kinder das Blaulicht – und da gab’s kein Halten“, schmunzelte der Vater. Einziger Kritikpunkt: „Zuwenig Werbung. Wir haben erst spät vom Fest erfahren. Da war unser eigener Baum leider längst weg.“
„Gerade als wir eigentlich Schluss machen wollten, wurde es noch mal richtig kuschelig“, freute sich Wehrführer Reiko Hennig. Sein Fazit: „Da ist viel Potenzial drin.“ Fortsetzung folgt – das hat die Feuerwehr versprochen.
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