Modernes Abfallsystem spart Geld und schont die Umwelt
Müllschleuse ahoi!
Moderne Restmüll-Zeiten auf der Trabrennbahn: Ab 1. April landen Bananenschalen, Windeln und Co. in Hightech-Schleusen. Vorteil für die Mieter: Wer sauber trennt, spart bares Geld. Und: Dank individueller Chips schluckt das System nur noch Abfälle der Anwohner.
Ab 1. April ergänzt ein modernes Abfallsystem die grauen Tonnen. Für die Mieter heißt das: Wer sauber trennt und Müll vermeidet, spart bares Geld. Die anteiligen Kosten berechnen sich dann nicht mehr nach der Wohnungsgröße, sondern nach dem tatsächlich produzierten Müll. „Haushalte, die ihren getrennten Hausmüll über die Schleuse entsorgen, können mit Einsparungen bis zu 30 Prozent rechnen“, schätzt Carsten Beckmann von der Firma Innotec. Die organisiert die Umstellung und betreut das neue System. Die Schleusen werden an den gewohnten Müllplätzen aufgestellt. Bei Gelben und Papiertonnen ändert sich nichts.
Die Reste einfach illegal abladen, um die Müllgebühren komplett auf Null zu fahren? Das lohnt nicht. Denn jeder Haushalt muss laut Hamburger Abfallsatzung sowieso ein „Mindestvolumen“ von 30 Litern pro Woche bezahlen.
Beim neuen System versperren statt der herkömmlichen Deckel zwei fünf und 20 Liter fassende Einwurfklappen den Weg ins Müll-Nirwana. Die lassen sich nur mit dem individuell programmierten Chip öffnen, den die Innotec jedem Mieter aushändigt. „Das hat ganz nebenbei den Vorteil, dass keine illegalen ‚Trittbrettfahrer’ von außerhalb heimlich ihren Müll auf Kosten der Mieter entsorgen können“, merkt Marlies Wesenberg von der Hausverwaltung an. Ganz wichtig: Die Klappe immer schön voll machen. Denn das System zählt nur, wie oft sie benutzt wird. Nicht, wie voll sie ist.
Wie kommen die Mieter
denn nun an ihren Müll-Chip? „Jeder Haushalt erhält ein Einladungsschreiben, das über das Wann und Wo der Chip-Ausgabe informiert“, erläutert Beckmann. An mindestens zwei Terminen ist Gelegenheit, seinen Chip abzuholen und sich die Funktionsweise der Schleuse erklären und zeigen zu lassen.
Und keine Panik, wenn etwa der Sprössling den Chip verbummelt hat: „Sofort die kostenlose Info-Hotline 0800-466 68 32 der Innotec anrufen und den Verlust melden“, rät der Fachmann. Der Ersatzchip kostet zehn Euro und ist in der Regel nach 48 Stunden verfügbar.
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