Naturbursche und Japan-Fan
Klaus Schröder (55) kennt jeden Grashalm auf der Trabrennbahn. Und jeder Mieter kennt den Naturburschen mit der Baseballkappe. Denn als Chef des Teams, das die preisgekrönten Grünanlagen in Schuss hält, guckt der Gartenbau-Meister der Firma „Zum Felde“ täglich nach „seinen“ Pflänzchen. Und das von Anfang an – seit 1997.
Was gehört denn zu Ihren Aufgaben hier?
Erstmal alles. Wir sind für den ordentlichen Gesamtzustand verantwortlich, nicht nur für die Pflanzen. Allein dreimal pro Woche entleeren wir die Mülleimer. Und da sammelt sich überall so allerhand an.
Zum Beispiel?
Flaschen, Scherben, Papier, Hausmüll. Wichtig ist, das sofort zu beseitigen.
Da braucht man einen Ordnungsfimmel...
(lacht) Ja, den sollte man haben.
Wie gärtnern die Mieter hier denn?
Die meisten kennen sich gut aus. Auf Nachfrage gebe ich auch Tipps. Zum Beispiel, wie man einen Obstbaum auslichtet.
Welche Aufgabe reizt Ihr Gärtnerherz?
Mal etwas neu aufbauen und gestalten, wie etwa den Bolzplatz.
Aber Ihr Lieblingsplatz ist das nicht?
Nein, das sind die Buchsbaumhügel. Die Teiche, der Buchsbaum, dahinter die offenen Rasenflächen – das ist sehr reizvoll.
Greifen Sie auch privat noch zum Spaten?
Ja klar, in unserem Schrebergarten. Dort gestalten mein Sohn und ich gerade einen japanischen Garten.
Haben Sie Ihr Engagement hier je bereut?
Nee, überhaupt nicht. Und ich denke, dass das Vorhaben gelungen ist, hier eine familienfreundliche, grüne Oase zu schaffen.
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