Reizthema Vogelgrippe
Der Mai ist gekommen – nichts wie raus in die Natur. Vor allem für
die Kleinen unter den Mietern sind die Grünflächen auf dem ehemaligen
Renn-Oval ein Paradies. Nur eins stört das Freiluft-Idyll: Angst vor der
Vogelgrippe. Denn die Kinder teilen sich den Rasen mit wild lebenden Stockenten
und Kanadagänsen. Haben die Mieter Angst vor Ansteckung?
Isabella H.: „Ich lasse mein Kind nicht auf der Grünfläche
herumkrabbeln, da ist ohnehin viel Kot. Wir weichen auf die
Spielplätze am Rand zwischen den Häusern aus.“
Paulina N.: „Es ist schon anders, auf jeden Fall. Ich
lasse die Kinder nicht mehr so oft hier spielen und verbiete
ihnen, zu den Vögeln zu gehen.“
Elfi T.: „Für mich persönlich ist die Vogelgrippe
kein Thema. Wenn meine Enkelkinder da sind, passe ich auf,
dass sie ihre Finger nicht in den Mund stecken. “
Stephan Sch.: „Ich halte die ganze Aufregung für
etwas übertrieben. Allerdings halte ich mich selbst auch
sonst wenig auf den Grünflächen auf.“
Ann-Marie D.: „Man hat ein bisschen Angst um die Kleinen.
Man weiß ja nicht, ob der Vogel gesund ist. Ich gucke
genau hin, dass die Kinder nichts in den Mund stecken.“
Joachim S.: „Ich habe da absolut keine Befürchtungen.
Gesunde Gänse können ja niemandem schaden. Und tote
Gänse habe ich hier bisher nicht entdeckt.“
Was rät der Tierarzt?
„Es wäre überzogen, die Kinder jetzt nicht mehr auf den Grünflächen
spielen zu lassen”, sagt Amtstierarzt Dr. Christian Schroter. „Ich
kontrolliere die Gesundheit der Vögel auf der Anlage alle zwei Wochen
durch eine Kotprobe. Bislang ist alles unverdächtig. Vor einer eventuellen
Ansteckung schützt man sich am besten durch ganz normale Hygienemaßnahmen,
also: Hände mit warmem Wasser und Seife waschen, vor allem, wenn man versehentlich
im Vogelkot gelandet ist.”
GATOR lässt das innere Oval umgestalten
Die GATOR hat sofort reagiert und bereits die Bagger anrollen
lassen. „Bis Ende Juni soll das innere Oval umgestaltet
und anders bepflanzt werden, damit die Gänse sich dort
nicht mehr so wohl fühlen“, erläutert Marlies
Wesenberg von der Verwaltung. So werde der Bestand an Wildgeflügel
auf der Trabrennbahn auf natürliche Weise abnehmen,
so dass die Bewohner der Anlage sich dort wieder wohler fühlen.
Hamburgs „Schwanenvater“ Olaf Nieß beriet
die Verwaltung bei ihren Umgestaltungsplänen. Auch die
Stadt als Eigentümerin der Fläche hat bereits grünes
Licht gegeben.
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